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Wilhelmine-Siefkes-Preis

Zu Ehren der Leeraner Schriftstellerin Wilhelmine Siefkes (* 4. Januar 1890 in Leer; † 28. August 1984 in Leer) vergab die Stadt Leer am 26. Januar 2018 zum 8. Mal den mit 2.500,00 € dotierten Wilhelmine-Siefkes-Preis.

Der Preis wird alle 4 Jahre für Werke, die in Ostfriesland entstanden sind oder ein ostfriesisches/regionales Thema zum Inhalt haben oder die Wechselbeziehungen zwischen Ostfriesland und anderen Regionen behandeln, verliehen. Auch Lebenswerke können preisgekrönt werden. Der plattdeutschen Sprache kommt hierbei als Ausdrucksmittel und/oder als Thema eine besondere Bedeutung zu.

Der Preisträger wurde durch eine Jury ausgewählt, der neben Bürgermeisterin Beatrix Kuhl, mit Garrelt van Borssum (Leer), Carl-Heinz Dirks (Emden), Dr. Reinhard Goltz (Bremen) und Grietje Kammler (Aurich), Literaturwissenschaftler und Kenner der plattdeutschen Literatur und Sprache angehören.

Die Preisträger des Wilhelmine-Siefkes-Preises:

  • 2018 - Annie Heger, für ihr umfassendes und nachhaltiges Wirken in unterschiedlichen Bereichen der ostfriesischen Kultur ausgezeichnet. Als Sängerin und Entertainerin, als Autorin und Moderatorin bewahrt sie die Sprache Plattdeutsch und entwickelt sie auf vielfältige Art weiter. (Laudatio auf Annie Heger)
  • 2014 - Gerd Brandt (Neustadtgödens) für sein Lebenswerk. (Laudatio auf Gerd Brandt)
  • 2010 - Theo Schuster (Leer) für seine profunden, fächerübergreifenden Studien bei der Bearbeitung vieler Felder der norddeutschen Kulturgeschichte. Als engagierter Verleger, kritischer Lektor und kundiger Autor war Herr Schuster zum anerkannten Förderer der Literatur geworden, die die Sprache Plattdeutsch auf vielfältige Art bewahrt und weiterentwickelt hat. (Laudatio auf Theo Schuster)
  • 2006 - Arend Remmers (Schwelm) für sein Werk "Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade". (Laudatio auf Arend Remmers)
  • 2002 - Siegfried Kessemeier (Münster) für die niederdeutsche Gedichtesammlung „inoin“.
  • 1998 - Kees Visscher (Veendam, NL) für seine Erzählungen „De man van de boom“, „Morellen“, „Hanna Fictorie“, „Onderwegens“ und „tPat van de deugd“.
  • 1994 - zu gleichen Teilen Udo Franken (Aurich) für die plattdeutsche Kriminalkurzgeschichte „Springflood“ und Karl-Heinz Madauß (Parchim/Mecklenburg) für den plattdeutschen Roman „Wer weit, wo dar noch kamen ward“.
  • 1990 - Henry Hes (Groningen/NL) für seine Sammlung „Noadörst“, Gedichte in Groninger Mundart.