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Informieren Leer ist sehenswert!

Geschichte

Der reformierte Graf Johann hatte für den Flecken Leer im Jahr 1585 eine Verwaltungsordnung erlassen, die der lutherische Graf Ulrich 1639 zugunsten des Landesherren geringfügig abänderte. An der Spitze der Verwaltung standen vier ehrenamtliche Schüttemeister, die das Vermögen verwalteten, Straßen, Markt und Hafen beaufsichtigten und die niedere Strafgewalt ausübten. Zunächst wurden diese Schüttemeister von den Bürgern gewählt. Ab 1639 ernannte sie der lutherische Landesherr. Bis dahin hatte die reformierte Gemeinde allein die Kandidaten gestellt, ... weiterlesen
Im 16. Jahrhundert erfuhr Leer eine immense wirtschaftliche Aufwärts- entwicklung durch die Übertragung der Marktgerechtigkeit. Der „Wohlgebaerne und Edele Grave Edsard tho Oostfreesland“ gewährte Leer im Jahr 1508 das Marktrecht, um ein Gegengewicht gegen den Handelsmittelpunkt Groningen zu schaffen. Stattfinden sollte der neue Markt jährlich am Sankt-Gallus-Tag, dem 16. Oktober. 1528 gewährte Edzard einen weiteren Markttag zum Fest der Kreuzerhebung am 14. September, den „Kreuzmarkt“, sowie jeden Donnerstag einen Wochenmarkttag. Es folgten später darüber hinaus der Fastmarkt, Pferde- ... weiterlesen
Leer, eine hübsche kleine Stadt im äußersten Nordwesten Deutschlands, liegt idyllisch eingeschmiegt zwischen den beiden Flüssen Leda und Ems, die genau genommen die Entstehung des Ortes „Hleri“ einst „verschuldet“ haben. Hier finden sich die für Ostfriesland so typischen und geliebten Charakteristika der Region in geballtem Überfluss wieder. Eine wunderschöne gewachsene Altstadt im Ortskern mit alten Bürgerhäusern und malerischen Gassen, einen zentral gelegenen Binnen- und Sportboothafen mit idyllischer Uferpromenade, ein hochwertiges Kultur- und Naturangebot in und um Leer, ... weiterlesen
Die Urkunde mit dem Siegel
Erst das rigorose Vorgehen des napoleonischen Frankreich hob im Jahr 1810 die alte Fleckens-Ordnung auf. An der Spitze der „Mairie Leer“, die nun zusätzlich Leerort, Heisfelde, Bollinghausen und Hohegaste umfasste, ernannten die Franzosen einen „Monsieur Maire“ mit zwei Adjoints und einem Munizipalrat (Bürgermeister, Beigeordnete und Stadtrat). Damit hatte Leer dieselbe Stellung erreicht wie Emden und war gewissermaßen einer Stadt gleichgestellt. Diese Verfassung blieb auch unter der hannoverschen Herrschaft bis 1823 bestehen. Nur mit ... weiterlesen
Das alte Stadtwappen
Mit der Erhebung zur Stadt brauchte Leer ein selbstverständlich auch ein Verwaltungsgebäude. Nachdem die städtischen Beamten anfangs wenig repräsentativ in Räumen der reformierten Kirche ihren Dienst versahen, wurde im November 1825 endlich das Stadthaus mit Kanzlei am Leda-Ufer, in unmittelbarer Nähe zur Waage, gekauft. Da nur drei Diensträume benötigt wurden, konnte man die übrigen Räume vermieten. So u.a. an die neugegründete Allgemeine Städtische Höhere Bürgerschule, die anstelle der aufgelösten Lateinschule 1834 im Stadthaus ihre Arbeit aufnahm. 1852 zog die ... weiterlesen